Tagesordnungspunkt

TOP Ö 4: Vollzug des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG),
Ergebnisse der bundesweiten EMVU-Messaktion der Bundesnetzagentur

BezeichnungInhalt
Sitzung:26.03.2015   2015/GRB/204 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Beschluss:

Das Gremium nahm dies zur Kenntnis.

 


Bezug:

Beschluss des Gemeinderates Baar (Schwaben) vom 13.03.2014.

Mitteilung des Landesamtes für Umweltschutz Bayern vom 03.03.2015.

 

Sachverhalt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

im Rahmen der bundesweiten EMVU-Messaktion liegen Ergebnisse der Bundesnetzagentur für von Ihnen gemeldete Messorte vor, die Sie der Anlage entnehmen können. Bitte beachten Sie, dass die tatsächliche Lage der Messpunkte in Einzelfällen leicht von der Adresse abweichen kann, die Sie uns gemeldet haben. Die Adresse, an der gemessen wurde, kann über die EMF-Datenbank der BNetzA abgefragt werden: http://emf3.bundesnetzagentur.de/karte/Default.aspx

 

Auch für 2015 können Sie uns wieder Messpunktvorschläge zukommen lassen. Wir werden Sie in Kürze noch gesondert dazu informieren.

 

Hinweis: Erklärung der ICNIRP-Summenformeln, die als Bedingungen 1+2 bzw. 3+4 aufgeführt sind:

 

Die Internationale Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) hat eine Bewertung des gesamten Frequenzbereichs von 1 Hz bis 300 GHz, für elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder vorgenommen. Für Fälle gleichzeitiger Exposition durch Felder verschiedener Frequenzen wurden Summenformeln (Bedingungen) für die Wirkungen - getrennt nach Reizwirkungen und thermischen Wirkungen - vorgelegt. Dabei wird berücksichtigt, dass für unterschiedliche Frequenzen unterschiedliche Grenzwerte gelten. Zum besseren Verständnis dieser Summenformeln sind die folgenden Erläuterungen entsprechend ICNIRP formuliert worden:

 

Frequenzbereich 1 Hz - 10 MHz (Bedingung 1+2):

Für diesen Bereich ist die maßgebliche Wirkung die durch das Feld verursachte Reizwirkung. Diese Reizwirkung ist proportional zur Feldstärke und deshalb werden in den Bedingungen 1+2 die jeweiligen Verhältnisse zwischen den gemessenen Feldstärken und den Grenzwerten für das elektrischen und das magnetische Feld getrennt aufsummiert. Die Summe aller dieser Verhältnisse muss kleiner oder gleich 1 sein, damit der von ICNIRP empfohlene "Summengrenzwert" eingehalten ist.

 

Frequenzbereich 100 kHz - 300 GHz (Bedingung 3+4):

Für diesen Bereich ist die maßgebliche Wirkung die durch das Feld verursachte Wärmewirkung. Diese Wärmewirkung ist proportional zur Leistungsflussdichte bzw. zum Quadrat der Feldstärke und deshalb werden in den Bedingungen 3+4 die jeweiligen Verhältnisse zwischen den gemessenen Leistungsflussdichten und den entsprechenden Grenzwerten aufsummiert. Die Summe aller dieser Verhältnisse muss kleiner oder gleich 1 sein, damit der von ICNIRP empfohlene "Summengrenzwert" eingehalten ist.

Ist der Schutz von Personen in elektromagnetischen Feldern von Funkanlagen zu bewerten, sollte das gesamte von Funkanlagen genutzte Frequenzspektrum von 9 Kilohertz bis 300 (der nach den ITU Radio Regulations zugewiesene Frequenzbereich für Funkanlagen) Gigahertz untersucht werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle relevanten Emissionen von Funkanlagen Berücksichtigung finden. Andernfalls ist eine abschließende Aussage zum Schutz von Personen in elektromagnetischen Feldern nach den ICNIRP - Bedingungen nur bedingt möglich.

 

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Kurz

 

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Referat 27

Hans-Högn-Str. 12

95030 Hof/Saale

Tel. +49 9281 1800-4688

e-mail: thomas.kurz@lfu.bayern.de

 

 

Erster Bürgermeister Kandler fügte noch hinzu, dass bei einem Faktor von weniger als 1, keine Strahlungen festzustellen sind.